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dieTurmschreiber   SÜDDEUTSCHE LITERATENVEREINIGUNG

Der Bayerische Poetentaler 2005

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Verleihung 2005

Verleihung 2006

Verleihung 2007

Verleihung 2008

Verleihung 2009

Poetentaler-Verleilhung 2005

Zum 45. Mal seit 1961 wurden am Mittwoch, den 30. November 2005, im Alten Rathaussaal in München fünf verdiente Kunstschaffende durch die Vergabe der Bayerischen Poetentaler geehrt.

 

 

Dr. phil. Lotte Roth-Wölfle

Sie war langjährige Inhaberin eines Antiquariats an der Münchner Universität und gilt zurecht als die 'große alte Dame' des europäischen Antiquariatswesens. Sie ist international als Gutachterin gefragt und leitet seit 1943 den Münchner Bücher- und Grafiksammlerkreis 'Die Mappe'. 1982 wurde sie mit der Medaille 'München leuchtet', 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Die Laudatio auf Frau Dr. Roth-Wölfle hielt Prof. Reinhard Wittmann vom Bayerischen Rundfunk.

 

Gert Heidenreich

Er ist einer der wenigen Schriftsteller, dessen prägnante Hörfunk- und Fernsehstimme bekannter ist als seine Bücher. Dabei genießt auch der Dramatiker, Lyriker, Essayist und Romancier höchstes Ansehen beim deutschen Lesepublikum, das ihn 1986 mit dem Adolf-Grimme-Preis und 1998 mit dem Marieluise-Fleißer-Preis auszeichnete. Als Nachfolger von Carl Amery wurde er 1991 zum Präsidenten des deutschen PEN-Zentrums gewählt.

Die Laudatio auf Gert Heidenreich hielt der derzeitige PEN Präsident Johano Strasser.

 

Frank-Markus Barwasser

In Bayern genießt der fränkische Störenfried und geniale Nörgler längst Kultstatus: Erwin Pelzig. So heißt eine Figur, die der Würzburger Kabarettist Frank-Markus Barwasser ersonnen hat. Als vermeintlich naiver Querulant präsentiert er sich im biederen Trachtenanzug und mit beigefarbenem Cordhut und erklärt und schmäht die Welt - vom Dalai Lama über die Globalisierung bis hin zur aktuellen Politik des George W. Bush. Oftmals lässt er sich in ein intensives Streitgespräch mit seinen beiden Stammtischfreunden, den Herren Dr. Göbel und Hartmut ein, die er selbst verkörpert.

Die Laudatio auf Erwin Pelzig hielt der Münchner Kabarettist Christian Springer.

 

Dr. phil. Erich Jooß

Der promovierte Germanist übt drei Berufe aus: als Direktor des St. Michaelbundes ist er der Leiter des ältesten bayerischen Bibliotheksverbandes, als Verlagsleiter zeichnet er für die Münchner Kirchenzeitung verantwortlich und als Beauftragter der bayerischen Bischöfe wirkt er als kompetenter Berater für Privatfunk und Privatfernsehen. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Kinderbücher sowie Erzählbände und betätigte sich außerdem als Herausgeber von Legendensammlungen und Lyrik-Anthologien. Schließlich leitet er auch noch einen eigenen Verlag, der sich der Veröffentlichung bibliophiler Bücher widmet.

Die Laudatio auf Erich Jooß hielt der Münchner Autor Alfons Schweiggert.

 

Hans-Jürgen Buchner, Haindling

"Er ist ein Genie und einer der letzten Abenteurer im deutschen Musikgeschäft", schrieb die tz München kürzlich über Hans-Jürgen Buchner, der 2002 sein 20-jähriges Jubiläum als Musiker feierte und dazu pünktlich sein neues Album unter dem Titel 'Karussell' herausgebracht hat. Hans-Jürgen Buchner ist jenes Genie, das darauf besteht, dass nach seinem Namen ein Komma steht: Hans-Jürgen Buchner, Haindling. Denn Haindling ist nicht nur ein Ort in Niederbayern, sondern Haindling wurde zum Synonym für Musik der besonderen Art. Hans-Jürgen Buchner schrieb nicht nur Kult-Lieder, sondern er schrieb auch die Musik für die meisten Filme und Fernsehserien von Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner – zum Beispiel die unverwechselbaren Titelmelodien für "Irgendwie und Sowieso" und "Café Meineid" oder die Hits "Paula" (aus der Serie "Zur Freiheit"), "Eins, zwei, drei" (aus "Madame Bäurin") oder das "Ewige Lied".

Die Laudatio auf Hans-Jürgen Buchner hielt der Kabarettist Günter Grünwald.