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18.04.2011

Karl Valentin und die Politik

Karl Valentin und die Politik

Alfons Schweiggert widmet sich in seinem neuen Buch „Karl Valentin und die Politik“ einer bisweilen von der Literatur wenig beachteten Seite des Komikers. Der Münchner Autor belegt, dass Valentin keineswegs ein unpolitischer Künstler war. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 18. April 2011: „Schweiggert zeigt uns bislang ignorierte Facetten des politischen Valentin, der hinter der Maske des Spaßmachens gezielt subversive Nadelstiche setzte.“ Valentin, der von sich behauptete, ein unpolitischer Künstler gewesen zu sein, musste bereits im 1. Weltkrieg einem Auftrittsverbot weichen und auch in der Nazi-Ära fiel er der Zensur zum Opfer. „Im Herbst 1943 zog er sich in sein Häuschen in Planegg zurück, wo er seinen Pessimismus auslebte. Er schrieb über Krieg, Hunger, Not, Denunziantentum und die dafür verantwortliche Nazi-Saubande, aber nur noch für den Papierkorb. Wäre eine Hausdurchsuchung erfolgt, wäre er drangewesen", sagt Schweiggert. Belege für Valentins politische Seite, wie auch amüsante Anekdoten aus seinem Leben, können Sie in Alfons Schweiggerts neuem Buch nachlesen